Riesengebirglers Heimatlied

 

1.Blaue Berge, grüne Täler

mitten drin ein Häuschen klein,

herrlich ist dies Stückchen Erde,

und ich bin ja dort daheim.

Als ich einst ins Land gezogen,

habn die Berg mir nachgesehn,

mit der Kindheit, mit der Jugend,

Wusst selbst nicht wie mir geschehn.

O, mein liebes Riesengebirge,

wo die Elbe so heimlich rinnt,

wo der Rübezahl mit seinen Zwergen,

heut noch Sagen und Märchen spinnt;

Riesengebirge, Riesengebirge,

meine liebe Heimat du !

 

2.Ist mir gut und schlecht gegangen,

hab` gesungen und gelacht,

doch in manchen bangen Stunden

hat mein Herz ganz still gepocht.

Und mich zog`s nach Jahr und Stunden

wieder heim ins Elternhaus,

hielt`s nicht mehr vor lauter Sehnsucht

bei den fremden Leuten aus.

O mein liebes Riesengebirge,

wo die Elbe so heimlich rinnt ...

 

3.Heil`ge Heimat! Vater ! Mutter!

Und ich lieg an ihrer Brust,

wie dereinst in Kindheitstagen

da vom Leid ich nichts gewusst.

Wieder läuten hell die Glocken,

wieder streichelt ihre Hand,

und die Uhr im alten Stübchen,

tickt wie grüßend von der Wand.

O mein liebes Riesengebirge,

wo die Elbe so heimlich rinnt ...

 

4.Und kommt`s einstens zum Begrabe

mögt ihr euren Willen tun,

nur das eine, ja das eine,

lasst mich in der Heimat ruhn.

Wird der Herrgott dann mich fragen,

droben nach dem Heimatschein,

zieh ich stolz und frei und freudig

flugs ins Himmelreich hinein.

Bin aus dem lieben Riesengebirge,

wo die Elbe so heimlich rinnt ...

 

Text: Otmar Fiebiger (Urfassung)

Melodie: Viktor Hampel