Am 25. Juni 2005 feierte
die Jablonecer Freiwillige Feuerwehr mit einem ansehnlichen Programm den
130.Jahrestag ihres Bestehens. Gegen 10h begann im Kulturhaus die feierliche
Jubiläumssitzung mit Nationalhymne und Totengedenken, in Anwesenheit vieler Gäste
aus Feuerwehren der Nachbarorte sowie von Delegationen aus Weinböhla (Sachsen)
und einer Feuerwehr aus Polen ( die sich auch in deutscher Sprache vorstellte,
und zwar als Feuerwehr aus der „Oberlausitz/Niederschlesien“ / so normal ist
der Riesengebirgs - Alltag geworden). Der Feuerwehr - Vorsitzende Drescher
berichtete über die besonderen Ereignisse der vergangenen 5 Jahre und vergaß
auch nicht, die besonders guten Beziehungen zur Sulzbacher Feuerwehr zu erwähnen.
Danach meldeten sich die Delegierten von rund 20 Feuerwehren aus dem Riesen- und Isergebirge mit Grußbotschaften
zu Wort, ich überbrachte für Feuerwehr und Freundeskreis die Sulzbacher Glückwünsche.
Gegen 13h formierte sich
der Festzug, begleitet von der Riesengebirgsblaskapelle sowie 2 Gruppen
junger und jüngster Majoretten. Historische Feuerwehruniformen wurde von
erwürdigen, schnäuzertragenden Respektspersonen vorgeführt , gefolgt von
Jablonecer Damen in historischen Kleidern aus der Gründungszeit der Feuerwehr.
Großen Beifall ernteten auch die Jüngst-
Feuerwehrleute. im Vorfeld von Jungfeuerwehr und Feuerwehr. Zum Schluss zeigte
man viel handgezogenes Feuerwehrgerät sowie 2 prachtvolle alte Feuerwehr -
Fahrzeuge: Dabei lenkte die größte Bewunderung ein historisches Praga –
Feuerwehrfahrzeug der Feuerwehr Jablonec n.Nis. (Gablonz) auf sich.
Nach Ankunft des Festzuges
am Feuerwehrhaus begann ein umfangreiches und zeitaufwendiges Vorführprogramm,
vor allem älterer mechanisch betriebener Geräte. (Hatte man doch damit noch in
der Vorwoche in Jilemnice / Starkenbach in einem Versuch einen neuen Weltrekord
mit Handpumpe über mehr als 6 km Leitung aufgestellt) . Dazu spielte wieder Blasmusik und Majoretten gaben eine Reihe
kunstreicher Vorführungen. Vor allem jungen Akteurinnen im Vorschulalter
zogen das Interesse auf sich. Immer wieder wurden aber auch sorgenvolle Blicke
zum Himmel geschickt, aber die aufziehenden Gewitter machten zum Glück einen
Bogen um unsere Partnerstadt. Bei sommerlichen Temperaturen wurden große Mengen
Eis geschleckt, das Bier floss zügig durch ausgetrocknete Kehlen und ein
jeglicher Brand konnte perfekt (manchmal auch noch etwas mehr) gelöscht werden.
Kinder tollten nach Herzenslust auf den Geräten und in den Fahrzeugen herum,
oft ohne Aufsicht und das machte dann erst so richtig Spaß.
Später am Abend übernahm
dann die Folk- und Country – Band Fous die musikalische Unterhaltung. Bei
milden Sommerabendtemperaturen blieben die Gäste länger als gewöhnlich und als der Berichterstatter nach
Mitternacht nach Hause ging, waren die Lüfte immer noch lau und noch kein Ende
abzusehen: Die Band hatte noch
reichlich Zuhörer. Dem Hörensagen nach soll der letzte Brand aber erst am frühen
Morgen endgültig gelöscht worden sein, aber da war schon der Grund für neue
Brände gelegt..